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Baureihe lsb, Ausführungsbeschreibung, Einbau-, betriebs- und wartungsanleitung – Xylem LSB User Manual

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Einbau-, Betriebs- und Wartungsanleitung

Baureihe LSB

LSB 100-german

Seite 6

Revision 02

Artikel Nr. 771076129

Ausgabe 01/2010

2.7.6 Wartung

Für einen sicheren und zuverlässigen Betrieb

muss durch regelmäßige Inspektionsintervalle

sichergestellt werden, dass das Aggregat

sachgemäß gewartet und in technisch

einwandfreiem Zustand gehalten wird.

Beispiel: Funktion der Wälzlager. Betriebsweise und

Einsatzbedingungen bestimmen wesentlich deren

tatsächlich erreichbare Lebensdauer.

Durch regelmäßige Kontrollen des Laufgeräusches

wird die Gefahr der Entstehung von Übertemperaturen

durch heißlaufende Lager verhindert. Siehe Kapitel 6.6

und 7.4.

Die Funktion der Wellenabdichtung ist durch

regelmäßige Überwachung sicherzustellen.

Werden Hilfssysteme (z.B. externe Spülung) installiert,

muss

überprüft

werden,

ob

Überwachungseinrichtungen zur Sicherstellung der

Funktion notwendig sind.

2.7.7 Elektrische Schalt- und Regelgeräte,
Instrumentierung und Zubehörteile

Elektrische

Schalt-

und

Regelgeräte,

Instrumentierungen und Zubehörteile müssen

den gültigen Sicherheitsanforderungen und

Explosionsschutzbestimmungen entsprechen.

2.8 Bestimmungsgemäße Verwendung

2.8.1 Drehzahl, Druck, Temperatur

Anlagenseitig müssen geeignete Sicherheits-

maßnahmen vorgesehen sein, damit Drehzahl,

Druck und Temperatur in der Pumpe und an der

Wellenabdichtung die im Datenblatt und / oder

der

Auftragsbestätigung

angegebenen

Grenzwerte mit Sicherheit nicht übersteigen.

Angegebene Zulaufdrücke (Systemdrücke)

dürfen auch nicht unterschritten werden.

Weiters sind Druckstöße, wie sie bei zu raschem

Abschalten der Anlage entstehen können, unbedingt

von der Pumpe fernzuhalten (z.B. durch druckseitiges

Rückschlagventil, Schwungscheibe, Windkessel).

Rasche Temperaturwechsel sind zu vermeiden. Sie

können einen Temperaturschock verursachen und zur

Zerstörung oder Beeinträchtigung der Funktion

einzelner Komponenten führen.

2.8.2 Zulässige Stutzenkräfte und Momente

Grundsätzlich muss die Saug- und Druckleitung

so ausgeführt sein, dass möglichst geringe

Kräfte auf die Pumpe wirken. Ist dies nicht

durchführbar, so dürfen die im Kapitel 3.5 an-

gegebenen Werte auf keinen Fall überschritten

werden. Dies gilt sowohl im Betrieb als auch bei

Stillstand der Pumpe, also für alle in der Anlage

vorkommenden Drücke und Temperaturen.

2.8.3 NPSH

Das Fördermedium muss am Laufradeintritt

einen Mindestdruck NPSH aufweisen, damit

kavitationsfreies Arbeiten gesichert ist bzw. ein

Abschnappen der Pumpe verhindert wird. Diese

Bedingung ist erfüllt, wenn der Anlagen-NPSH-

Wert (NPSHA) unter allen Betriebsbedingungen

mit Sicherheit über dem Pumpen-NPSH-Wert

(NPSHR) liegt.

Besonders bei Förderung von Flüssigkeit nahe dem

Siedepunkt ist auf den NPSH-Wert zu achten. Wenn

der Pumpen-NPSH-Wert unterschritten wird, kann

dies zu Materialschäden infolge Kavitation bis zu

Zerstörungen durch Überhitzen führen.

Der Pumpen-NPSH-Wert (NPSHR) ist bei jeder

Pumpentype in den Kennlinienblättern angegeben.

2.8.4 Sperrung, Spülung, Kühlung

Für

geeignete

Regulierungs-

und

Überwachungsmöglichkeit

einer

eventuell

vorhandenen Sperrung oder Spülung ist zu sorgen.

Bei

gefährlichen

Fördermedien

oder

hohen

Temperaturen ist dafür Sorge zu tragen, dass bei

Ausfall des Sperr- oder Spülsystems die Pumpe außer

Betrieb gesetzt wird.

Sperr- und Spülsysteme müssen stets vor

Inbetriebnahme der Pumpe bereits in Betrieb sein.

Außerbetriebnahme erst bei Stillstand der Pumpe,

sofern dies durch die Art des Betriebes zulässig ist.

2.8.5 Rücklauf

In Anlagen, wo Pumpen in einem geschlossenen

System unter Druck (Gaspolster, Dampfdruck)

arbeiten, darf eine Entspannung des Gaspolsters auf

keinen Fall über die Pumpe erfolgen, da die

Rücklaufdrehzahl ein Vielfaches der Betriebsdrehzahl

sein kann und das Aggregat zerstört würde.

3. Ausführungsbeschreibung

3.1 Bauart

LSB-Pumpen sind einstufige Spiralgehäusepumpen

in Blockbauweise. Die hydraulische Auslegung

entspricht ISO 2858 / EN 22858, die technischen

Anforderungen ISO 5199 / EN 25199.

Die Motoren entsprechen DIN 42677-IM B5. Motor

und Pumpenwelle sind starr gekuppelt.

Die zulässigen Einsatzbedingungen und die Ausfüh-

rungsdetails der gelieferten Pumpe sind im beiliegen-

den Datenblatt und / oder der Auftragsbestätigung

angegeben (siehe Bezeichnungsschema in Kapitel

3.2).


Einbaulage: LSB-Pumpen sind für Verwendung mit

horizontaler Welle, Druckstutzen oben, vorgesehen.

Davon abweichende Einbaulagen müssen zuvor vom

Hersteller freigeben werden.