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Hase Ottawa User Manual

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In der Übergangszeit (Frühling /Herbst) kann es bei
Außentemperaturen über 16 °C zu Zugstörungen im
Schornstein kommen. Lässt sich bei dieser Tempe-
ratur durch schnelles Abbrennen von Papier oder
kleinen Holzscheiten (Lockfeuer) kein Zug erzeugen,
sollten Sie auf die Feuerung verzichten.

14. Holzfeuchte und Heizwert

Faustregel: Je feuchter das Holz, desto schlechter
der Heizwert.

Der Heizwert des Holzes hängt sehr stark von der
Feuchtigkeit darin ab. Je mehr Wasser das Holz ent-
hält, desto mehr Energie muss für dessen Verdamp-
fung bei der Verbrennung aufgewendet werden; da-
durch geht Energie verloren.

Dazu ein Beispiel: Frisch geschlagenes Holz hat
einen Feuchtigkeitsgehalt von ca. 50 % und einen
Heizwert von etwa 2,3 kWh/kg; gut luftgetrocknetes
Holz hat dagegen einen Feuchtigkeitsgehalt von ca.
15 % bei einem Heizwert von etwa 4,3 kWh/kg.

Wenn Sie also sehr feuchtes Holz verbrennen, er-
zielen Sie bei gleicher Holzmenge nur ungefähr die
halbe Wärmeleistung. Beim Verbrennen von feuch-
tem Holz setzen sich außerdem viel mehr Rußparti-
kel an der Feuerraumscheibe ab. Überdies kann der
Wasserdampf, der bei der Verbrennung von feuch-
tem Holz entsteht, im Rauchrohr oder Schornstein
kondensieren. Glanzruß oder die Versottung des
Schornsteins können die Folgen sein. Versottung
kann zu Kondensationsschäden am Schornstein
und unangenehmen Gerüchen führen, bei Glanzruß
besteht die Gefahr einer Entzündung (Kaminbrand).

Weiterhin sinkt durch einen hohen Feuchtigkeitsge-
halt des Holzes die Verbrennungstemperatur, dies
verhindert eine vollständige Verbrennung aller Holz-
bestandteile und führt zu einer erheblichen Umwelt-
belastung. Die Restfeuchte Ihres Brennholzes kön-
nen Sie mit einem Holzfeuchtemessgerät ermitteln.

15. Holz lagern und trocknen

Holz braucht Zeit zum Austrocknen. Bei richtiger
Lagerung dauert es 2 bis 3 Jahre, bis das Holz luft-
trocken ist.

Zersägen und spalten Sie das Holz gebrauchsfertig
zum Lagern, dadurch trocknet es schneller. Kleine
Holzscheite trocknen besser als große.
Schichten Sie die Holzscheite an einer belüfteten,
möglichst sonnigen Stelle, idealerweise Südseite,
regengeschützt, auf.

Lassen Sie zwischen den einzelnen Holzstößen eine
Handbreit Abstand, damit durchströmende Luft die
entweichende Feuchtigkeit aufnehmen kann.
Decken Sie Ihre Holzstöße keinesfalls mit Plastikfolie
oder Zeltplanen ab; die Feuchtigkeit kann sonst nicht
entweichen. Stapeln Sie frisches Holz nicht im Keller,
da es dort wegen der geringen Luftbewegung eher
fault statt trocknet.

Lagern Sie nur bereits trockenes Holz in trockenen
und gut belüfteten Kellerräumen.

16. Reinigung und Pflege

16.1 Stahlmantel

Hase-Kaminöfen besitzen eine hochhitzebeständige,
offenporige Lackierung, die einen eingeschränkten
Korrosionsschutz bietet, sodass es unter Umstän-
den zu Flugrost kommen kann.

Zum Reinigen der Stahlteile darf kein säurehaltiges
Reinigungsmittel (z. B. Zitrus- oder Essigreiniger)
verwendet werden. Ein leicht angefeuchtetes Tuch
zum Abwischen der Stahlteile ermöglicht eine aus-
reichende Reinigung.

Vermeiden Sie eine zu feuchte Reinigung im Bereich
des Fußbodens / der Bodenplatte. Verschüttetes
Wasser aus Wasserkesseln oder -schalen sollten
Sie umgehend aufwischen.

Stellen Sie den Kaminofen nicht in „feuchten Räu-
men“, z. B. Wintergärten, auf.
Vermeiden Sie eine Zwischenlagerung in unge-
heizten Rohbauten oder Garagen.

HINWEIS!
Mit Flugrost befallene Stellen lassen sich
mit dem original Hase-Ofenlack nachar-
beiten. Bitte richten Sie sich nach den Ver-
arbeitungshinweisen. Spraydosen erhalten
Sie bei Ihrem Hase-Fachhändler, der Ihnen

auch Tipps zur Verarbeitung gibt.

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